Vorstellungsgespräch-verschenkte Chancen
veröffentlicht von Karsten Wolters am 08.03.2222

Vorstellungsgespräch – verschenkte Chancen? Karsten, was meinst Du damit?

Leute, Leute, Leute. Weshalb macht Ihr euch das Leben nur so schwer?

Das Phänomen: Vorstellungsgespräch – verschenkte Chancen? … Neulich konnte ich das wieder gleich zu Beginn „bewundern“:
Nachdem alle Teilnehmer sich vorgestellt hatten, die erste Frage von unserer Seite: Jetzt, da Sie nun wissen, mit wem Sie es zu tun haben, würden wir gern mehr über Sie erfahren.

Wenn möglich: Nicht die Dinge, die wir bereits aus ihrem Lebenslauf kennen!

Wie alle, die diese Frage stellen, hatte ich zweierlei im Sinn:

  1. Die interessanteste Information zu bekommen und dem Bewerber die Chance zu geben, ein wenig ins Gespräch zu kommen. Einfach gesagt: Die Situation entspannen!
  2. Denn er selbst sollte sich doch am besten kennen und etwas über sich zu erzählen haben!

Leider folgte nun aber das unvermeidbare: Da wir digital miteinander sprachen, wurde umständlich PowerPoint geöffnet, in diesem war eine Straße gemalt und der Lebenslauf wiedergekaut. Meilensteine markierten die wichtigsten Stationen im Leben. Und Du ahnst es bereits…

Genau die Dinge, die wir aus dem Lebenslauf bereits kannten. Eine Sache muss ich ihm jedoch positiv anrechnen, mit seinen 55 Jahren fing er zumindest fing nicht damit an zu erzählen, auf welche Grundschule er gegangen war.

Alles gleich am Anfang liegen lassen. Der Ball liegt ohne Torwart auf dem Elfmeterpunkt, aber es wird nicht angetreten. Alle zugeschalteten Teilnehmer waren noch vor dem Start gelangweilt und das Zuhören fiel von Satz zu Satz schwerer. Dumm gelaufen, das holst Du nicht mehr auf! Aber wie hörst Du nun damit auf, im Vorstellungsgespräch Chancen zu verschenken?

Der Schlüssel zum Erfolg ist ganz einfach. Bewerbung kommt von Werbung! Du verkaufst ein Produkt … Dich!

Mir ist bewusst, dass genau mit dieser Erkenntnis viele Menschen Probleme haben. Aber das macht sie nicht falsch.

Meine Erfahrung zeigt, Bewerber*innen, die sich diese Erkenntnis zu Herzen nehmen, sind erfolgreicher unterwegs … viel erfolgreicher!

Verkaufe ein Produkt, das die Probleme der Unternehmen löst. Es geht in der Regel erst einmal nicht um Dich als Person, sondern um den Nutzen, den Du und Deine Kenntnisse Deinem neuen Arbeitgeber bringen. Wenn Du aber ein Produkt verkaufen willst, musst Du es kennen. Ein guter Verkäufer kennt sein Produkt und steht voll dahinter. Kannst Du das für Dein „Produkt“ sagen?

Kennst Du dich und Deine Stärken genau? Nur so kannst Du einen Interessenten überzeugen. Jeder Kunde merkt sofort, wenn der Verkäufer einfach nur einen auswendig gelernten Text aufsagt.

Was sagt Dir das nun für den Bewerbungsprozess? Alles fängt bei Dir an. Kenne Dich und Deine Stärken aus dem FF. Gehe hier richtig tief rein und beschäftige dich täglich mit Dir und den Dingen, die Dich ausmachen. Arbeite daran, dass Du sie genau beschreiben kannst und nicht nur die üblichen Standard-Floskeln dabei herauskommen. Stärken sind also einer der wichtigsten Schlüssel zum Erfolg! Wenn diese nun zu Dir und der Tätigkeit passen, ist es perfekt. Hier ein paar allgemeine Fragen zum Thema Stärken:

  1. Wann ist eine Stärke eine Stärke, und wie erkennst Du sie?
  2. Ist eine Stärke noch eine Stärke, wenn jeder diese Sache gut kann?
  3. Kennst Du Deine Stärken? Also mal wirklich, Hand aufs Herz und frei von der Leber weg.

Halte kurz inne und mache Dir Gedanken!

Kannst Du deine Stärken benennen? Schreibe sie kurz auf ein Blatt Papier. Schlagzeilen wie: „Stärken im Vorstellungsgespräch, mit diesen punkten Sie garantiert!“ sind mir viel zu kurzfristig gedacht, um Dich langfristig erfolgreich zu machen.

Gut, in der Regel wird hier schon darauf hingewiesen, dass die Stärken Dir bei der Lösung von Problemen im angestrebten Job helfen sollen. Aber mit allgemeinen Floskeln wie „Teamfähigkeit“ und „Lernbereitschaft“ oder ähnlichem ziehst Du keine Schnitte mehr vom Teller. Das ist so aktuell wie das Wort, welches von mittelalten Experten zum „Jugendwort des Jahres“ gekürt wird.

Aber was hat das mit Dir zu tun?

Viele Bewerber*innen schauen, welche Stärken zum Job passen und passen sich dem Beruf an. Also, zumindest so lange die Bewerbung läuft. Dumm nur, dass das hinterher immer auffällt, wenn sie sich jeden Tag verstellen müssen. Meinst Du, dass Du so auf Dauer erfolgreich, und viel wichtiger: glücklich wirst?

Was bringt Dir die schönste Stärke, die allen Personalern das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt, wenn Du das nicht bist? Was bringt Dir die schönste Tätigkeit mit dem höchsten Gehalt, wenn sie nicht zu Dir und Deinen Interessen passt?

Du hast also eine tolle Bewerbung geschrieben und dich eindrucksvoll vorgestellt, musst Dich jetzt aber vielleicht jeden Tag verstellen. Tag für Tag die Rolle spielen, die Du Dir ausgesucht hast.
Was meinst Du? Vielleicht siehst Du die Sache anders als ich. Ich freue mich auf Dein Feedback! Nutze das Vorstellungsgespräch und verschenkte Chancen gehören der Vergangenheit an.

Wie Du dich optimal und nachhaltig vorbereitest, lernst Du kostenlos in nur 14 Tagen! 

Ich freue mich darauf, Dich kennenzulernen.

Erfolgreiche Grüße

Dein

Karsten

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